Schutz für Tiere
Weil Tiere Ihre Stimme brauchen!

Abstimmung: Soll der “beste Freund des Menschen” an die Leine?

Wenn Hundebesitzer auf Nicht-Hundebesitzer treffen, liegen oft die Nerven auf beiden Seiten blank. Kinder wollen fremde Hunde streicheln. Hundebesitzer reagieren genervt. Vierbeiner wollen nicht hören. Mütter nehmen panisch ihre Kinder auf den Arm.

Ein Auslauf sollte Hunden zweimal am Tag gewährt werden. Doch damit beginnen in vielen Gemeinden die Probleme.

Laut §2 des Tierschutzgesetzes muss jedes Tier die Möglichkeit haben, sich artgemäß zu bewegen. Dem Hund dürfen durch die Einschränkung der Bewegung keine Schmerzen, Leid oder Schäden zugefügt werden.

Wie so oft lässt das Gesetz viel Spielraum zu. Diesen nutzen Städte und Gemeinden, um die Bewegungsfreiheit der Vierbeiner einzuschränken. In Deutschland erlassen immer mehr Gemeinden die allgemeine Leinenpflicht. Für den Hundebesitzer ist dies mehr als unübersichtlich.

Aus ethologischer Sicht ist Leinenzwang abzulehnen. Nach der Verhaltenswissenschaftlerin Feddersen-Petersen können sich durch das ständige Anleinen Fehlentwicklungen im Verhalten des Hundes bilden. "Maulkorb und Leinenzwang sind bei der Entwicklung eines normalen Miteinanders – eines ausgeglichenen Miteinanders – von Hunden sehr hinderlich.” Diese zeichnen sich dann durch ängstliches und aggressives Verhalten gegenüber Artgenossen und Menschen aus.

Denn der tägliche Auslauf hat lebenswichtige Funktionen für den Hund. Das freie Herumtollen ermöglicht es dem Tier die Umwelt zu erkunden. Festigt die Beziehung zur menschlichen Bezugsperson und den Sozialkontakt zum Artgenossen. Dadurch sind die Tiere ausreichend beschäftigt und ausgeglichen.

Der Rechtsanwalt Dr. Hans-Georg Kluge kommt in seinem Kommentar zum Tierschutzgesetz zu dem Schluss, dass Hunden, die bisher nicht verhaltensauffällig waren, durch die Leinenpflicht Schäden zugefügt werden.

Ein weiteres Argument für den Leinenzwang kommt aus dem Bereich Sicherheit. Immer wieder gibt es in der Presse Berichte über gefährliche Hundebisse.

Der Deutsche Kinderschutzbund hat dies protokolliert. Aus seinen Unterlagen geht hervor, dass praktisch alle schweren Unglücksfälle – auch mit tödlichem Ausgang – entweder durch Hunde in der Familie oder durch angeleinte Tiere verursacht wurden. "Die Schwere der Unfälle habe daher nichts mit dem freien Herumlaufen der Hunde zu tun", sagt Professor Dr. Jürgen Unsheim, Lehrstuhl für Tierhygiene und Verhaltenskunde der LMU, München.

Deshalb fordert Schutz für Tiere:
Eintrag ins Grundgesetz: Grundsätzliche Leinenfreiheit für alle Hunde in Deutschland. Bei Problem-Hunden: Hundeführerschein für die Halter.

Abstimmung: Soll der "beste Freund des Menschen" an die Leine?

Abstimmung gegen Leinenpflicht
 

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