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Das Ozonloch wird kleiner

"Wenn alle an einem Strang ziehen, dann kann man Erfolge einfahren." Das jüngste Beispiel für diese Weisheit ist das Ozonloch.
 
Das Ozonloch über der Antarktis am 24. September 2006 (l.) und am 09. Juni 2013. Blau und violett steht für dünne Ozonschicht und gelb und grün für dickere Ozonschicht.
 
Jahrzehntelang wurde die Bedrohung immer größer: Die schützende Ozonschicht wurde immer dünner. Dadurch erkrankten viele Menschen an Hautkrebs. Als Hauptverursacher wurde der Flurchlorkohlenwasserstoff (FCKW) aus Spraydosen, Klimaanlagen und Kühlschränke erkannt.
 

1987 reagierte endlich auch die Politik. Im Montrealer Protokoll wurde die Herstellung und Verwendung von FCKW durch die Vereinten Nationen verboten. Seither wartet die Welt auf die Verkleinerung des Ozonlochs.

Im Herbst 2010 gab es die ersten ermutigenden Meldungen von Wissenschaftlern. Krebserregende UV-Strahlungen am Boden haben sich nach dem Verbot verringert. Die Ozonschicht über den untersuchten Regionen werde dicker. Dieses Ergebnis stützt sich aus zwölf Messstationen in Europa, Kanada und Japan aus den Jahren 1990 bis 2011.

Nach neuesten Angaben ist die Fläche des Ozonlochs im Jahr 2012 noch rund 18 Millionen Quadratkilometer aus. Das entspricht einer Fläche, die rund 50 mal so groß ist wie Deutschland. Im Vergleich: 2006 erstreckte sich das Ozonloch über eine Fläche von 27 Millionen Quadratkilometer.

"Wir können zum ersten Mal davon sprechen, dass unsere Daten eine Umkehr im Ozontrend abbilden. Die Ozonschicht erholt sich", sagte Gert König-Langlo, Leiter des Meteorologischen Observatoriums an der Forschungsstation Neumayer III, in Bremerhaven.

Die Analyse zum Ozonloch basiert auf wöchentlichen Messungen von deutschen Forschern seit 27 Jahren. Dazu lassen sie einen Ballon in 35 Kilometer Höhe steigen. Es handle sich dabei um die längste Ozon-Messreihe dieser Art an einer Forschungsstation unterhalb des Ozonlochs.

Die Ozonschicht in über 15 Kilometer Höhe filtert als Schutzschild der Erde ein Großteil der schädlichen UV-Strahlung der Sonne heraus. Ohne sie wäre das Leben auf der Erdoberfläche nicht möglich. Ihre Dichte über den Erdpolen schwankt im Jahresverlauf. Eine starke Ausdünnung der Ozonschicht bezeichnet man als Ozonloch.
Für den Menschen hat das Ozonloch folgende Auswirkungen: Die ultraviolette Strahlung greift unsere Haut und Augen an. Das Hautkrebsriosiko erhöht sich. In Australien, wo das Ozonloch über der Antarktis seine Wirkung zeigt, ist Hautkrebs ein wichtiges Thema geworden. Schon den Kindern wird die Devise "slip, slap, slop" nahe gelegt: "slip" heißt: schlüpf in ein Hemd und lasse keine Hautpartien direkt von der Sonne bescheinen, "slap" steht für: setz dir einen Hut auf, um die Augen und den Kopf zu schützen, und "slop" fordert dazu auf, sich mit einer starken Sonnenschutzcreme mit hohem Schutzfaktor gegen ultraviolette Strahlung einzucremen.
Zusätzlich kommt noch die Reduzierung der Ausdauer sowie Reaktionen des Lungengewebes und eine Zunahme von Asthmaanfällen dazu.

Ozonkonzentrationen und ihre Wirkung auf den Menschen
70 µg Auftreten von Hustenreiz und Augenbrennen bei empfindlichen Personen
100 µg Kopfschmerzen bei gesunden Erwachsenen
160 µg Lungenfunktionsstörungen auch bei der Normalbevölkerung, vor allem bei körperlicher Belastung
200 µg Zunahme von Asthmaanfällen; Anzahl der weißen Blutkörperchen erhöht sich, das Immunsystem wird aktiviert
240 µg nach 1 Stunde eingeschränkte Lungenfunktion; verminderte Leistungsfähigkeit bei der Normalbevölkerung
400 µg Augenmuskeln in der Tätigkeit eingeschränkt; Brustschmerzen; Atemnot bei Herzkranken; Störungen des zentralen Nervensystems
800 µg entzündliche Reaktionen des Gewebes

Ein weiteres Problem ist, dass das Plankton (einzellige Pflanzen) in den obersten Meeresschichten abstirbt. Dieses pflanzliche Plankton ist jedoch nicht nur ein wichtiger Sauerstoff-Lieferant, es entnimmt bei der Photosynthese auch eine große Menge von Kohlendioxid aus dem Meer, das aus der Luft ersetzt wird. Kohlendioxid spielt eine bedeutende Rolle beim Treibhauseffekt und der Erwärmung unserer Atmosphäre.

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