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In jeden Garten gehört die Brennessel!

Sie zählt zu den bekanntesten Unkraut und wird aus jeden Garten herausgerupft. Jeder sieht sie sicher lieber von fern als von nah, und hat sich bestimmt schon mal an ihr verbrannt: Die Brennessel. Daher ist es nicht verwunderlich, dass sie bei den wenigsten zur Lieblingspflanze gehört.
 
Die Brennessel als Heil- und Kulturpflanze

Aber die Brennessel hat auch gute Seiten: Sie dient als Heil- und Kulturpflanze. Besondere Verbreitung fanden Brennesselgerichte in Notzeiten und bei der armen Bevölkerung, da Brennesseln auf Brachflächen und in lichten Wäldern reichlich gesammelt werden können. So dienen die jungen Brennesseltriebe als Frühjahrsgemüse oder zur Verarbeitung der Nesselsuppe. Aber auch die Samen der Brennessel eignen sich zu rösten.

Der unangenehmen Wirkung der Nesselhaare kann man bei der rohen Verwendung für beispielsweise Salate entgegenwirken, indem man die jungen oberirdischen Pflanzenteile in ein Tuch wickelt und stark wringt, sie sehr fein schneidet (beispielsweise mit dem Wiegemesser), einem Nudelholz gut durchwalkt oder ihnen eine kräftige Dusche verabreicht. Angeblich sollen die Nesselhaare auch schon bei gutem durchmischen mit der jeweiligen Salatsauce zerstört werden. Kochen sowie kurz blanchieren für Brennnesselspinat sowie -suppe macht die Nesselhaare ebenfalls unschädlich. Auch durch das Trocknen der oberirdischen Pflanzenteile für die Teezubereitung, verliert sie ihre reizende Wirkung.

Früher wurden gelegentlich Butter, Fisch und Fleisch in Brennnesselblätter gewickelt, um sie länger frisch zu halten. Tatsächlich verhindern die Wirkstoffe der Brennnessel die Vermehrung bestimmter Bakterien. Mitteleuropa, unter anderem den Niederlanden, Luxemburg, Österreich und Deutschland, werden Brennnesseln auch als Zutat für Brennesselkäse verwendet.

Die Bedeutung der Brennessel für die Tierwelt

Noch heute gibt man ganze oder gehackte Brennnesseln als Vitaminträger in das Futter von Küken, Ferkeln und Kälbern, damit sie schneller wachsen; auch als ganze Pflanzen gibt man sie Hausschweinen in der biologischen Landwirtschaft gern als Beifutter.

Manche Gartenbesitzer wundern sich, dass sich trotz massenhaft blühender Pflanzen keine Schmetterlinge einfinden. Doch sie machen einen Fehler: sie haben alles Unkraut aus dem Garten entfernt. Was viele nicht wissen: Rund 50 unserer heimischen Schmetterlinsarten nutzen ausschließlich die Brennessel als Fresspflanze für ihre Raupen.

"Nur die erwachsenen Schmetterlinge ernähren sich von Nektar, den sie mit ihrem langen Rüssel aus den Blüten saugen. Schmetterlingsraupen fressen dagegen Blüten, Zweige, Holz, Wurzeln oder, besonders gerne, die Blätter der Brennessel“, sagt Ursula Bauer von aktion tier. Um auch den Raupen vieler Falterarten eine Lebensgrundlage zu bieten, sollten Gartenbesitzer daher bewusst einen kleinen Brennesselbestand zulassen. Als Belohnung winkt der Anblick vieler schöner Schmetterlinge.

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