Schutz für Tiere
Weil Tiere Ihre Stimme brauchen!

(Er-) Lebensraum Garten

Es gibt doch nichts Schöneres, als in einem Garten zu liegen. Seit Jahrhunderten legen Menschen Gärten an. Im Laufe der Zeit entwickelten sich daraus verschiedene Nutzungsformen. So gibt es den Nutzgarten mit Gemüse- und Kräuterbeeten, den Ziergarten und den Obst- und Gehölzgarten. Anfang des letzten Jahrhunderts entstand in den Niederlanden die Idee des Naturgartens. Hier ist die "Wildnis" erwünscht.

Der Naturgarten zeichnet sich durch eine hohe Artenvielfalt aus. Dieser ist ein wichtiges Rückzugs-
gebiet für zunehmend gefährdete Pflanzen- und Tierarten. Im Naturgarten liegen neben Nutzflächen auch die Wildwiese. Durch ihre hohe Artenvielfalt ist eine Wildwiese von hohem ökologischen Nutzen, da sie vielen Insekten und anderen Tieren als Unterschlupf und Nahrungsquelle dient, womit unter anderem für insektenfressende Vögel der Tisch gedeckt ist.

Zum Naturgarten zählen auch Lebensräume aus totem Holz und Steinen, die Tieren einen Lebensraum bieten können. In Steinmauern nisten zum Beispiel Wildbienen und Ameisen, überwintern Marienkäfer, hier nisten manche Singvögel und es können Erdkröten, Spitzmäuse und Zauneidechsen hier leben. Sie helfen Ihnen im Sommer bei der  Schädlingsbekämpfung, denn sie fressen viele Blattläuse und zum Teil auch Schnecken.
Wildbienen leisten einen oft sehr unterschätzten Beitrag als Bestäuber unserer Obstgehölze. Eine einzige Mauerbiene kann so viele Blüten bestäuben wie 80 bis 300 Honigbienen! Die Hohlräume dienen auch verschiedenen Insekten als Lebensraum. So legt die Steinhummel unter Steinhaufen gern ihre Nester an, die aus 100 bis 200 Arbeiterinnen bestehen können.

Aber auch mit kleinen Handgriffen können Sie Ihren Garten für Tiere lebenswerter gestalten.
Einige Tipps:

  • Früchte tragende Büsche (z.B. Holunder) werden von Amseln und Singdrosseln zur Nahrungssuche aufgesucht.
  • Offene Wasserstellen, wie z.B. ein Gartenteich sind willkommene Wasserspender. Damit Ihr Teich nicht zur Falle für durstige Kleintiere, wie z.B. den Igel wird, empfiehlt es sich, die Ufer flach zu halten.
  • Lichtschächte am besten mit einem feinmaschigen Lochblech zuzumachen, dass keine Kleintiere oder auch junge Katzen hereinfallen können.
  • Gartenhäuschen oder Schuppen entweder immer geschlossen oder immer offen halten, damit Sie keine Tiere einsperren.
  • Legen Sie einen Komposter an. Durch den daraus entstandenen Humus unterstützen sie bodenbewohnenden Lebewesen, wie Regenwürmer. Dies kommt wieder ihrem Garten zugute.
  •  Um Nachtfaltern die Orientierung zu erleichtern hilft es, auf nächtliche Lichtquellen zu verzichten oder sie nur sparsam einzusetzen.
  • Lassen Sie im Herbst ruhig einige Früchte an Apfel und Birne hängen. Hier saugen später Falter wie der C-Falter oder der Admiral.
  •  Falls Sie Reisig- oder Holzhaufen ansammeln und erst nach längerer Zeit entsorgen, gehen Sie bitte ganz vorsichtig vor. Viele Tierarten können sich hier häuslich einrichten.
  • Spätestens im Oktober sollten Sie Vogelnistkästen abnehmen und säubern. Mit dem gründlichen Auswaschen der Kästen entfernen Sie Parasiten und anderes Ungeziefer, das der Brut sonst im nächsten Jahr Probleme machen könnte. Hängen Sie die gereinigten Nistkästen nach der Säuberung gleich wieder auf.
  • Verspritzen Sie in Ihrem Garten kein Gift.
  • Bauen Sie ein Insektenhotel in dem Krabbeltiere ihre Eier ablegen und nisten können.

Denken Sie daran: Jede noch so kleine Fläche hilft vielen Tieren und sichert so die natürliche Vielfalt unserer Tier- und Pflanzenwelt.

 

 

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